Aufgaben des Fachberaters


Zu den Aufgaben des Fachberaters – organisiert im Bundesverband Deutscher Gartenfreunde – gehört es, die Gartenfreunde bei der kleingärtnerischen Gestaltung und umweltgerechten Bewirtschaftung ihrer Einzelgärten zu beraten und z. B. Tipps zum Pflanzenschutz zu geben. Im Hinblick auf die attraktive Gestaltung der Anlage für die Vereinsmitglieder und der Öffentlichkeit und somit das Interesse für das Kleingartenwesen zu wecken, muss der Fachberater Planungsvorschläge erarbeiten.


Kinderfreundliche Spielplätze zu schaffen, den Eingangsbereich einladend zu gestalten, für Ruheplätze zu sorgen, Informationstafeln aufzustellen, einen Lehrpfad einzurichten und leer stehende Parzellen als Schulgarten oder für Migrationsprojekte zur Verfügung zu stellen, zählen ebenfalls zu solchen Maßnahmen.

 

Und so „ganz nebenbei" hat der Fachberater noch die Aufgabe, Veranstaltungen, wie z. B. den Tag des Gartens", den „Tag der offenen Pforte", eine Pflanzenbörse oder themenbezogene Gartenbegehungen zu organisieren

 

Helmut Vetter

Landesfachberater des Landesverbandes Braunschweig der Gartenfreunde

Unser Fachberater Bernd Bejschowetz stellt vor:

Der Igel (Erinaceidae)

Die Igel (Erinaceidae) bilden eine Familie von Säugetieren, deren bekannteste Vertreter die in Europa lebenden Arten Braunbrustigel (Erinaceus europaeus) und Nördlicher Weißbrustigel (Erinaceus roumanicus) sind. Der Braunbrustigel ist die in West- und Mitteleuropa typischerweise anzutreffende Art. Quer durch das östliche Mitteleuropa (vom westlichen Polen über Tschechien, Österreich bis zur norditalienischen Adriaküste) erstreckt sich ein etwa 200 Kilometer breiter Bereich, in dem sich das Verbreitungsgebiet des Braunbrustigels mit dem des Weißbrustigels überlappt.

Insgesamt umfasst die Familie 26 Arten, die in Eurasien und Afrika verbreitet sind. Sie teilen sich in zwei äußerlich deutlich verschiedene Unterfamilien, die Stacheligel (Erinaceinae) und die stachellosen Ratten- oder Haarigel (Galericinae). Die systematische Stellung der Igel ist immer noch umstritten: Traditionell werden sie in die Insektenfresser (Eulipotyphla) gestellt, alternativ als eigene Ordnung (Erinaceomorpha) an der Basis der Höheren Säugetiere (Eutheria) eingeordnet. Jüngere Untersuchungen haben die erstere Variante wieder wahrscheinlicher werden lassen.

Allgemeines:

Igel sind in erster Linie bodenlebend, meist suchen sie auf dem Erdboden nach Nahrung. Einige Arten können gut klettern und halten sich manchmal auf Büschen auf. Manche Arten legen zum schnelleren Vorwärtskommen Trampelpfade im dichten Unterholz an. Einige Arten können gut schwimmen. Zumindest eine Art, der Große Rattenigel, geht auch im Wasser auf Nahrungssuche.

Stacheligel graben meist eigene Baue, die ihnen als Ruheplätze dienen. Die Eingänge der Baue sind meist in dichter Vegetation verborgen, das Nest wird oft mit trockener Vegetation ausgekleidet. Rattenigel dagegen legen meist keine Baue an, sondern verbergen sich zwischen Felsspalten, im Wurzelwerk der Bäume oder in Erdlöchern.

Stacheligel rollen sich bei Gefahr zu einer Kugel zusammen und richten ihre Stacheln auf (siehe Haarkleid).

Igel bewohnen eine Vielzahl von Lebensräumen: Die Stacheligel bevorzugen eher trockene Habitate, sie finden sich unter anderem in lichten Wäldern, Grasländern und auch Kulturlandschaften. Einige Gattungen wie die Wüsten- und Langohrigel sind sogar ausgesprochene Steppen- und Wüstenbewohner. Die Rattenigel hingegen bevorzugen feuchte Habitate und finden sich vorrangig in Regenwäldern.

Nicht näher mit den Igeln verwandt sind die zu den Kloakentieren gehörenden australischen Ameisenigel, die ihren deutschen Namen durch äußere Ähnlichkeiten wie Stachelkleid und Ernährungsspektrum erhalten haben.

Nahrung:

Igel fressen in erster Linie Wirbellose (beispielsweise Insekten und deren Larven sowie Ringelwürmer), aber auch kleine Wirbeltiere und Aas. Gelegentlich fressen sie auch pflanzliches Material wie Wurzeln und Früchte. Falsch ist die Behauptung, dass Igel ihre Nahrungsvorräte auf den Stacheln lagern. Zwar finden sich manchmal Blätter oder Früchte auf ihren Rücken aufgespießt, die Igel ernähren sich aber nicht davon. Sie nehmen diesen Ballast unabsichtlich auf, beispielsweise in ihrem Nest, und zeigen wenig Eifer, diesen zu entfernen.

Igel haben Laktoseintoleranz, sie können Milchzucker nicht abbauen. Sie trinken Milch, die ihnen zum Beispiel von Menschen angeboten wird, können daran aber sterben.

Download
Der Igel
Text Der Igel.pdf
Adobe Acrobat Dokument 68.0 KB

Bei allen Fragen rund um die Gartengestaltung stehe ich Euch gerne zur Verfügung:

Bernd Bejschowetz

Bergenring 50

24109 Kiel

 

Tel. 0431 - 260 00 08

Mobil: 0157 5949 4695

E-Mail: bernd.bejschowetz@kabelmail.de